Auf Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat die Stadtverwaltung erstmals eine Gesamtübersicht der laufenden und geplanten Photovoltaik-Projekte auf städtischen Immobilien vorgelegt. Sie enthält Angaben zum jeweiligen Projektstand, zur geplanten Anlagenleistung und zur derzeitigen Zeitplanung.
Mit ihrem Antrag vom 30. April 2026 hatten die Grünen diese Übersicht gefordert. Außerdem sollte die Verwaltung darstellen, wie sich der PV-Ausbau durch Priorisierung, die Bündelung geeigneter Arbeitsschritte und externe Unterstützung beschleunigen lässt.
„Unser Antrag hat die notwendige Transparenz geschaffen“, erklärt Klaus Groth, Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen. „Nun ist nachvollziehbar, welche Projekte laufen, welche geplant sind und wo noch Handlungsbedarf besteht. Das ist die Voraussetzung, um den Ausbau städtischer Photovoltaikanlagen konsequent zu steuern und zu beschleunigen.“
Die Verwaltung verweist darauf, dass PV-Anlagen auf Bestandsgebäuden nicht vollständig standardisiert umgesetzt werden können. Je nach Gebäude müssten etwa Statik, Dachbeschaffenheit, Elektroinstallation, Anschlussmöglichkeiten und Stromverbrauch geprüft werden. Bei geförderten Projekten beeinflussten zudem die Förderverfahren den Zeitplan.
Die Grünen erkennen diese Rahmenbedingungen an, erwarten aber, dass sie nicht zu vermeidbaren Verzögerungen führen. Positiv bewerten sie, dass die Verwaltung bereits externe Unterstützung bei Förderanträgen und teilweise bei der Vorbereitung von Vergaben nutzt.
„Externe Fachleute einzubinden, ist ein sinnvoller Schritt zur Entlastung der Verwaltung“, so Groth. „Jetzt müssen die einzelnen Vorhaben verbindlich priorisiert, Abläufe dort gebündelt werden, wo dies möglich ist, und die Zeitpläne transparent bleiben.“
Besondere Aufmerksamkeit gilt aus Sicht der Grünen den Projekten am Bauhof, am Schulzentrum Brauweiler und am Rathaus. Hier müsse nun zeitnah deutlich werden, wann Planung, Vergabe und Umsetzung abgeschlossen sein sollen.
„Die Übersicht darf nicht der Schlusspunkt sein“, betont Groth. „Sie muss der Auftakt für einen verlässlichen Ausbauplan sein. Jede geeignete städtische Dachfläche sollte genutzt werden – für Klimaschutz, niedrigere Energiekosten und eine zukunftsfeste kommunale Infrastruktur.“