Wasser – Der Kreis nimmt Zukunftsthemen ernst

Der Rhein-Erft-Kreis hat seit 2021 einen „Wassertisch“ aus Experten und Umweltpolitikern ins Leben gerufen. Einerseits sollen Lösungen für die Wasserknappheit der letzten Jahre erarbeitet werden, um negative Folgen für Natur, Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung zu minimieren. Andererseits soll auch ein Fokus auf Hochwasserschutz gelegt werden. Damit befasst sich der Wassertisch mit den Folgen der beginnenden Klimaerwärmung. Gute Nachricht: Die Trinkwasserversorgung ist gesichert. Einige Wasserwerke werden nach dem Ende der Braunkohle geschlossen. Grund ist eine zukünftige Versauerung durch eine Sulfat-Wolke nach dem Ende des Tagesbaues. Im Wasserwerk Dirmerzheim wird dennoch ausreichend Wasser aus sehr tiefen Stockwerken gewonnen. Aktuell bedeutet das: Es wird noch genauso viel Grundwasser neu gebildet wie entnommen wird. Zudem ist das Wasser dort 10.000 Jahre alt und sehr sauber. Schadstoff-Einträge aus dem Oberflächenwasser oder Knappheiten sind daher erst viel später zu erwarten. Offen ist die Frage, wie der Wasserbedarf steigt, z.B. für mehr Bewässerung von Pflanzen, Bäumen und in der Landwirtschaft. Auch die Hochwasserkatastrophe wurde wissenschaftlich aufgearbeitet. Die Ursachen der Hochwasser sind bereits auf die Klimaerwärmung zurückzuführen. Daher ist mit weiteren Starkregenfällen zu rechnen. Der Kreis hat die Hochwasser-Gefahren-Karten aktualisiert. In Hochrisiko-Bereichen empfiehlt sich keine Bebauung. Beim Hochwasserschutz stehen die Städte und auch Hauseigentümer in der Pflicht. Renaturierung von Bächen wie z.B. am Pulheimer Bach, Retentionsgebiete und Schwammstädte helfen, Schäden zu begrenzen.